top of page

Definition: eine Heilkunst

Mit dem Yoga verfügen wir über eine breite Palette von Techniken: in erster Linie Körperhaltungen und dynamische Übungen, Meditation und Atemübungen. Aber auch Mudras, Gesänge, philosophische Betrachtungen usw. Yoga ermöglicht es Ihnen, sich Ihrer eigenen Ressourcen bewusster zu werden und sie zu nutzen, so dass Sie der Autor oder die Autorin Ihres "Wohlbefindens" sind. Das nützen wir in der Yoga-Therapie. Die Yogatherapie gilt in der Schweiz als eine komplementäre Therapie. Das heisst, sie kann die medizinische Behandlung nicht ersetzen, sondern soll sie ergänzen.

Ablauf der Therapie

Obwohl eine Therapie immer individuell ist, lässt sich ein typischer Ablauf erkennen:

Wir vereinbaren einen Termin per Telefon. Die erste Sitzung dauert länger, da wir uns die Zeit nehmen, Ihre Beweggründe zu verstehen. Wie bestimmen zusammen das Therapieziel und je nach Ihrer Verfügbarkeit, Ihrer Motivation und Ihren Möglichkeiten ein Yogaprogramm, welches Sie in dem vereinbarten Rhythmus absolvieren. Zu Hause folgen Sie dem Programm, und wir treffen uns wieder (zum Beispiel eine Woche später) um das Programm anzupassen oder zu vertiefen. Die Dauer einer Yogatherapie ist nicht vorhersehbar, aber ein Zyklus von fünf Stunden ist eine gute Grundlage und kann ausreichend sein.

Kann jede*r von einer Yogatherapie profitieren?

Ja, jede*r kann auf die individuelle Art und Weise davon profitieren. Die Ziele werden gemeinsam definiert. Auch Menschen, deren Mobilität ganz oder teilweise eingeschränkt ist, können von Yoga profitieren.

Beschränkungen

Yoga ist kein Allheilmittel. Da die Übungen wirksam sind, können sie eventuell auch mehr schaden als lindern. Im Zweifelsfall liegt es in meiner Verantwortung, Sie zu bitten, die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.

Yogatherapie: eine westliche Idee?

Yoga betrachtet den Menschen von Anfang an als Ganzes, d.h. eingebettet in ein Netz, das aus verschiedenen Ebenen besteht, die im Wesentlichen miteinander verwoben sind (Körper, Geist, Seele). Das Ausüben von Yoga soll dazu beitragen, bestimmte Qualitäten zu erreichen: einen klaren und gerechten Geist, der von einem starken Willen begleitet wird und über eine hohe Konzentrationsfähigkeit verfügt, ohne dass es zu Störungen im Körper kommt. In der Hatha Yoga Pradipika (15. Jahrhundert) wird die gesundheitliche Wirkung bestimmter Übungen beschrieben, und in den 1920er Jahren wird erstmals Yoga ausdrücklich zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt. Das ist der eigentliche Beginn der Yogatherapie. Die Yogatherapie ist daher eine natürliche Erweiterung der Yogapraxis und keine Methode, die einem aktuellen Trend folgt. Es stimmt jedoch, dass in der Yogatherapie Elemente der westlichen Medizin und Psychologie integriert werden.

Praktische Informationen

Preis CHF 120.- / 60 Min.

Erste Sitzung: CHF 150.- / 90 Min.

Meine Yogatherapie-Sitzungen werden von den Krankenkassen im Rahmen der Komplementärmedizin nicht erstattet.

Bitte beachten Sie: Meine Gruppenkurse richten sich an Frauen. Dies ist beim Privatunterricht oder der Yogatherapie nicht der Fall.

Wirksamkeit

 

Die Aussage, dass Yoga Körper, Geist und Seele vereint, mag trivial sein, sie ist aber wahr. Es wäre falsch zu glauben, dass diese oder jene Übung bestimmte Krankheiten heilt. Mit dieser Aussage wird der Mensch auf eine mechanistische Sichtweise festgelegt. Es gibt kein Buch mit Wunderrezepten.

Yoga kann dazu beitragen, die günstigsten Bedingungen für die Selbstheilungs- und Selbstregulierungsmechanismen zu schaffen. Diese günstigen Bedingungen stimulieren die verschiedenen Systeme des menschlichen Körpers und bringen sie ins Gleichgewicht:

  • Atmungssystem: Gute Atmung. Unsere Atmung ist oft flach und schnell.

  • Herz-Kreislauf-System: Bessere Durchblutung und Stoffwechsel.

  • Verdauungssystem: Anregung der Verdauung.

  • Immunsystem: Stimulierung der richtigen Immunantwort und Vermeidung von hyperinflammatorischen Mechanismen.

  • Nervensystem: Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus, durch Entspannung, Stressabbau, oder umgekehrt durch energetisierende und belebende Übungen.

  • Bewegungsapparat: Abbau von Muskelverspannungen, Stärkung der Muskulatur für eine bessere Haltung und zur Förderung der Rolle der Myokine, der "Muskelhormone", die bei körperlicher Anstrengung produziert werden und eine gesundheitsfördernde Wirkung haben (z.B. entzündungshemmende Wirkung).

  • Hormonsystem: Hormonelle Regulierung und Stimulierung der endokrinen Drüsen.

  • Reproduktionssystem: positive Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und eine verbesserte Sexualität.

  • Mentale Ebene:

  1. Achtsamkeit: Präsenz im gegenwärtigen Moment, reicheres Innenleben, Fähigkeit zur Begrenzung der Reizüberflutung, bessere Konzentration und Unterscheidungsvermögen. Die Ausübung von Meditation und Achtsamkeit kann uns beispielsweise helfen, toxische Denkstrukturen zu erkennen sowie konstruktive und wohlwollende Muster zu verstärken.

  2. Den Abbau möglicher Ängste.

  3. Bessere Wahrnehmung des eigenen Körpers («Propriozeption») und ggf. Versöhnung mit dem eigenen Körper.

  4. "Empowerment" und "Embodiment": Ein Gefühl, das berauschend sein kann. Es geht darum sich den eigenen Körper wieder wirklich aneignen und über Ressourcen zu verfügen, die zuvor ignoriert wurden.

  5. Ganz allgemein alle positiven Gefühle und Empfindungen: Selbstvertrauen, Motivation, Freude an Bewegung usw.

 

Natürlich sind alle diese Systeme eng miteinander verknüpft. Die Unterteilung dient nur zum besseren Verständnis der ausgeklügelten Funktionsweise des Menschen.

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen den Nutzen von Yoga für die Gesundheit.

Spüren verleiht Kraft.

bottom of page